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In der Marienkirche zu Barth fand im Dezember ein kleines Konzert statt: Die Lucia-Mädchen aus der schwedischen Partnerstadt Simrishamn sangen sich mit Liedern zur Weihnachtszeit in die Herzen der Zuhörer. Der Brauch geht auf die heilige Lucia zurück. Vor mehr als 1600 Jahren gründete sie eine Armen- und Krankenstation auf Sizilien. Um in der Dunkelheit den Weg zu finden und beide Hände zum Tragen der Speisen frei zu haben, setzte sie sich einen Lichterkranz aufs Haupt. Im Mittelalter wurden am Luciatag, dem 13. Dezember, die Kinder beschert. Noch heute wird in Italien am Luciatag eine Mahlzeit für die Armen bereitet. In Schweden ist der Luciatag seit mehr als 200 Jahren ein besonderer Feiertag: Die älteste Tochter trägt als Heilige Lucia einen grünen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Haar. So weckt sie morgens die Eltern und Geschwister. Alle warten schon darauf, denn sie bringt die ersten Kostproben der Weihnachtsplätzchen mit. Ihr Licht ist Vorbote des Weihnachtslichts.

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Der Advent hat Traditionen entwickelt, die in die immer dunkler werdende Zeit ein wenig Farbe und Licht bringen.
In den Familien unserer Freunde reicht die Palette von Adventskalender, Pyramide und Schwibbogen bis hin zu wertvoller Holsschnitzkunst aus dem Erzgebirge. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Manche amerikanischen „Lichtorgien“ an Häusern und in Vorgärten dagegen machen zwar hell, aber bestimmt nicht warm ums Herz.

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Der November kann noch viel Erfreuliches für die Sinne bieten. Unsere Darßer Freunde luden uns zu einem Ausflug ein, der Küste und Binnenland streifte, Erinnerungen weckte, aber auch überraschend Neues zu bieten hatte. Über sanfte Hügel und bunte Wälder wölbte sich der Himmel in zartem Blau.
Ein schöner Tag zum Reisen.
Im Münster zu Bad Doberan, der Zisterzienser-Klosterkirche aus dem 14. Jahrhundert, umfing uns die kühle Stille des gewaltigen Sakralbaus. Beeindruckend der Blick bis in die höchste Deckenwölbung und auf die einzigartigen Ausstattungsstücke. Anschließend ging es in den kleinen Ort Glashagen; uns bisher völlig unbekannt. Eine Bildungslücke, wie wir feststellen konnten.Hier lebte nach über 100 Jahren die alte Tradition des Glasschmelzens und Glasformens wieder auf, und zwar in der Kaufmann-Glas-Hagen-Hütte. Wer an den leuchtenden Farben des Glases in alten, aber auch modernen Formen seine Freude hat, wird schnell fündig.
Abgerundet wurde der Tag auf dem Fischereihof Detlefsen in Hütten mit dem „Klostergeheimnis“, einem Forellengericht. Die Zisterzienser-Mönche legten in dieser Gegend schon 1171 Teiche an und betrieben bis zur Reformationszeit die Fischzucht. Ab 1906 wurde die Teichbewirtschaftung dann wieder aufgenommen. Die Adresse des Feinschmecker- restaurants ist heute ein echter Geheimtipp. Auch deshalb haben wir sie verlinkt, denn wer weiß schon, wo Hütten liegt?

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