Impressum . Anmelden . RSS

26.10.2005

Ein schöner Fund

Ein bisher unbekanntes, großformatiges Ölgemälde von Alexander Neroslow ist wieder aufgetaucht. Zwei Jahre nach der Befreiung aus dem Zuchthaus malte Alexander Neroslow 1947 seine Ehefrau Gertrud in meisterlicher Kompetenz. Das Bild zeigt sie in einem dunkelroten, klassischen Kleid mit weichem Faltenwurf. Sie sitzt auf einem Lehnstuhl vor einer dunklen Wandtafel, in der Hand ein dunkelblaues Schulheft. Der Blick des Betrachters wird auf das helle Gesicht gelenkt, dessen Konturen sich scharf vom Hintergrund abheben. Gewelltes, dunkles Haar rahmt ihr Gesicht. Die Augen hinter der großen Brille verraten scharfsinniges Denken, aber auch Warmherzigkeit. Ein leichtes Lächeln umspielt ihre geschwungenen Lippen. Professor Dr. Horst Nalewski aus Leipzig hatte das Porträt zu DDR-Zeiten als Leihgabe an das Schulmuseum der Helmholtz-Oberschule in Leipzig gegeben, die Gertrud Neroslow zwei Jahre geleitet hatte. Als das Museum nach der Wende aufgelöst wurde, forderte Prof. Nalewski das Gemälde zurück. Es befand sich in einem schlimmen Zustand. Inzwischen wurde es restauriert.

37872a29a7f98397104bbd246fe7b196.jpg

Sie möchten das Foto kommentieren?


Bitte hier registrieren.